An sich ist ein Kaiserschmarren ein super simples Rezept, zumindest was die Zutaten anbelagt. Vielleicht heutzutage etwas ungewöhnlich: Kein Mineralwasser oder so Zeug, nein gute, volle Milch, aus typischerweise mit Heu gefütterten Kühen – genauer gesagt deren Eutern (Was jetzt: Die Euter werden mit Heu gefüttert? Alter, arbeite an deiner Grammatik!), bringt die Flüssigkeit in den Teig. Achja, und er wird nicht in der Pfanne sondern im Backofen zubereitet!
- 4-5 Eier
- 125g Mehl (ausnahmsweise eher kein Vollkorn)
- 125ml Milch
- etwas Backpulver (1/3 Packerl oder so)
- 40g Zucker
- Vanillezucker
- Rosinen (Keine Mengenangabe. Viele. VIELE!)
- optional: irgendwas Hochprozentiges für die Rosinen zum Quellen
- 50g Butter
- Zwetschken oder Marillenröster
Ausrüstung: Mixer, Schneebesen, Kochspatel, 2 Schüsseln, feuerfeste Form (eher flach und groß, auch ein tiefen Backblech ist OK), Backofen

- Backpulver mit dem Mehl vermischen
- die Rosinen in das optiponal Hochrozentige werfen, eventuell zugedeckt kurz in der Mikrowelle erhitzen
- Eier trennen (Eiklar in den größeren Topf, sofern unterschiedlich)
- Die Hälfte des Zuckers und den Vanillezucker zum Dotter geben
- Butter in die Form geben, Backofen auf 150°C Umluft anheizen und die Form zwecks Butterschmelze gleich rein stellen.
- Eischnee schlagen – zuerst nur das Klar, wenn es schon schaumig ist, den restlichen Zucker langsam dazu rieseln lassen, dann richtig steif schalgen, wie für Baiser.
- Dotter und Zucker mixen. Kann man schaumig schlagen, ist aber eher vergebliche Liebesmüh, weil es mit der Milch und dem Mehl großteils wieder zusammen fällt.
- Milch dazu, kurz durchmischen.
- Mehl dazu, gerade solange mixen bis keine Klümpchen mehr da sind. Der Mixer ist jetzt fertig. (Die Schläger dürfen erst abgeschleckt werden, wenn der Schmarren im Ofen steht!)
- Ei-Milch-Mehl Mischung über den Eischnee gießen, Rosinen dazu
- Alles vorsichtig mit dem Schneebesen durchmischen. Wer hier den Mixer nimmt, bekommt ziemlich sicher einen zähen, harten Schmarren. So a Schmoan.
- Inziwschen sollte die Butter geschmolzen sein. Holt die warme (heiße?) Form aus dem Ofen. Schwenken, damit sich die Butter gut verteilt.
- Masse in der Form gleichmäßig verteilen. Muss nicht enorm genau sein, wird nachher ohnhin zerrupft. Ab in den Ofen.
- ca. 5-8 Minuten warten – dIe Masse sollte unten durchgehend fest sein, oben aber noch ruhig sehr weich bis fast flüssig.
- Kurz heraus nehmen und mit einem oder 2 Spatel(n) in große Stücke teilen, wenden und dann in kleinere Teile reißen. Wieder in den Ofen.
- Fertig backen, bis alles schön goldig, mit leicht bräunlichen Ecken und Kanten ist.
- Eventeull noch etwas nachzerkleinern und mit einem Obströster servieren. Wer es gerne noch süßer hat, kann Staubzucker drauf streuen – empfinde ich aber als überflüssig.
Das Rezept funktioniert natürlich auch in einer Pfanne, idealerweise mit guter Antihaftbeschichtung. Das Problem bei der Pfanne ist nur, dass man “wie ein Haftlmacher” aufpassen muss, um den richtigen Wendezeitpunkt zu erwischen. Zu früh und der Teig ist noch zu weich, es wird eine Gatscherei und das Endergebnis ist nicht flaumig. Zu spät und die Unterseite ist gar dunkel bis angebrannt, da gibt es fast keine Vorwarnung. (Wohl wegen dem Zucker im Teig…) Ein Deckel auf der Pfanne hilft manchmal. Deswegen: Lieber im Ofen, ist viel gutmütiger.
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