Aufgewickelte Kühe
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Aufgewickelte Kühe

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Dieses Rezept in dieser Sammlung zu finden ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Da Aufzählungn in Rezepten aber ausschließlich für Zutatenlistem und Herstellungsschritte verwendet werden dürfen[citation needed], muss eine weitere Erklärung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Zutaten

  • 4 Rindschnitzel, dünn geschnitten aber möglichst groß, macht ca. 300 – 400g
  • 2 Zwiebel
  • 2 Karotten
  • ca. 2 EL Senf (Estragon), je nach Schnitzelgröße und Geschmack
  • 4 Essiggurkel, Gewürzgurkel oder einfach Krokodüü
  • 1 TL Kapern
  • 2 EL Sauerrahm
  • 300 ml Suppe, darf auch Suppenwürfel + Wasser sein; darf sogar Gemüsesuppenwürfel sein, aber ich muss euch enttäuschen, deswegen wird das Gericht trotzdem nicht vegetarisch
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz
  • Pfeffer
  • optional ein paar Wacholderkörner
  • optional ein eingelegter Pfefferoni oder Jalapeño
  • Öl zum Anbraten
  • etwas Mehl zum Stauben
  • Spitze Zahnstocher (zum Fixieren der Rouladen; wenn ihr extrem zähe Schnitzel verwendet und auch nach der Konsumation Zahnstocher benötigt, bitte entsprechend mehr auf Lager legen) Alternativ kann man die Rouladen auch mit Garn zusammenbinden.

Ausrüstung

  • Ein großer Topf mit Deckel – einfacher geht’s nicht.
  • Optional ein Fleischhammer – weniger weil das Fleisch zu zäh ist sondern weil man damit kleine, zu dick geschnittene Schnitzel etwas breit klopfen kann

Schwierigkeit

mittel – eher kein “Kochen mit Kindern”-Rezept

Eine recht unvollständige Zustatencollage – mehr geht leider nicht ohne unerwünschte Produktplatzierungen. Und wie Zahnstocher aussehen, kann sich wohl jeder selbst imaginieren.

Zuerst bauen wir die Rouladen. Das erfordert etwas Fingerspitzengefühl und geht leichter, wenn das Gemüse passend geschnitten ist. Also: Eine Karotte und alle Grukerl in saubere Stäbchen schneiden, aus beiden Zwiebeln große Halbringe schneiden. Die Abschnipsel der Zwiebel sowie die zweite Karotte gehen dann später in die Soße – vorerst beisete stellen.

Schnitzel wenn gewünscht klopfen (aber bitte nicht zermatschen) und auf einer Seite mit Senf bestreichen. Der Senf gibt eine würzig-saure Geschmacksnote – wählt die Menge entsprechend. Auf dem Senf die Gemüsestreifen gleichmäßg quer verteilen. Von der schmalen Seite des Dreicks her aufrollen. Wichtig: Fest zusammendrücken, so als rollt ihr einen Schlafsack ein, damit er in die immer zu kleine Hülle passt. Das spitze Ende des aufgerollten Schnitzels mit ein oder zwei Zahnstochern befestigen. Ganz durch stecken und den überstehenden Teil mit der Küchenschere abschneiden, sonst geht das Bemehlen und Anbraten nicht so gut. (Nicht wie am Bild!) Hier sind 4 Hände wirklich hilfreich. Einer rollt und hält die Rolle fest während der andere die Zahnstocher setzt. Abschließend die Rouladen in Mehl wälzen.

Jetzt wird’s heiß. Etwas Öl im Topf erhitzen, Rouladen auf allen Seiten anbraten. Das Fleisch muss nicht durchgebraten werden, es geht nur um die Röstaromen und eine ansehnliche Oberfläche. Das Durchgaren kommt schon noch. Jetzt ist es auch höchste Zeit die zweite Karotte und die Zwiebelschnipsel aus dem letzten Schritte klein zu hacken. Wenn Pfefferoni oder Jalapeño dazu kommen auch die. Sobald die Rouladen rundum etwas Farbe haben aus dem Topf nehmen und zugedeckt beiseite stellen, vorzugsweise warm. Bratenrückstand in Topf lassen.

Achja, hätte ich auch schon früher sagen können, dass der Rest klein geschnipselt gehört…

Das gehackte Gemüse im Bratenrückstand anrösten. Kann sein, dass man Öl nachdosieren muss. Sobald der Zwiebel leicht glasig wird mit etwas Mehl stauben. Nochmals durch heiß werden lassen, dann mit der Suppe aufgießen. Während dem Aufgießen intensiv rühren (Spiralbesen hilft), damit keine Mehlklümpchen entstehen. Lorbeerblatt dazu. Kapern und Wacholderkörner (optional) quetschen und dazu geben. Mit Pfeffer (je nachdem ob man lieber Jalapeño- oder Pfefferschärfe mag) und Salz abschmecken. Jetzt dürfen die Rouladen wieder in den Topf.

Deckel drauf und dann kommt der schwierigste Teil: WARTEN. Je nachdem, wie dick die Rouladen sind 30 bis 45 Minuten. Längere Garzeit macht nicht nur das Fleisch mürber sondern auch die Sauce geschmeidiger. Hin und wieder rein schauen ist durchaus erlaubt.

Ganz zum Ende müssen die Rouladen nochmals außerhalb vom Topf warten. Den Sauerrahm in die Sauce einrühren. Wenn man das Lorbeerbaltt findet, darf man es gerne entfernen. Wenn gierige Esser anwesend sind und zu befürchten ist, dass Zahnstocherreste verschlungen werden, kann man diese schon vor dem Servieren ziehen, die gegarten Rouladen halten vorsichtiges Hantieren auch ohne Zahnstocher aus. Als Beilage sind Gnocchi, Reis oder Nudeln ganz nett. Mahlzeit.

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